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Auszeichnung von Elke Pudszuhn mit der WEISSEN ROSE

Gestern wurden auf der Wartburg in Eisenach 11 Thüringer*innen durch Familienministerin Heike Werner mit der Thüringer Rose geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich in Thüringen. Ich freue mich, dass mein Vorschlag, Elke Pudszuhn aus Zella-Mehlis entsprechend zu ehren, Erfolg hatte.

Aus der Begründung:

Elke Pudszuhn gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VdN/BdA e.V.) und ist seitdem in leitenden Funktionen, seit 2010 als Landes-Vorsitzende, tätig. Als Tochter der von den Nationalsozialisten verfolgten Widerstandskämpfern, Hans und Else Raßmann hat Elke ihr Leben dem Kampf gegen Diktatur und Willkür gewidmet. Sie half und hilft Betroffenen mit ihren Erinnerungen, gesundheitlichen Schäden und familiären Belastungen umzugehen. So leistet Sie eine wichtige soziale Betreuungsarbeit für die noch lebenden antifaschistischen Widerstandskämpfer und Verfolgten des Naziregimes und deren Hinterbliebenen. Sie hat viel Zeit investiert, um Schicksale einstmals Verfolgter öffentlich zu machen. Deshalb ist sie auch viel an Schulen unterwegs, um mit Schülerinnen und Schülern zum Thema Widerstand und Verfolgung zu sprechen und somit einen wichtigen Teil beizutragen, Geschichte aufzuarbeiten. Darüber hinaus ist Elke Pudszuhn seit vielen Jahren aktives Mitglied der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora. Viele der zahlreichen Veranstaltungen dort bereitete sie mit vor und unterstützte das Internationale Lagerkomitee bei deren Durchführung. Regelmäßig führt sie zudem meist junge Besuchergruppen, durch das ehemalige Konzentrationslager und leistet dabei mit ihrem umfangreichen Wissen über die damaligen Geschehnisse eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit. Elke ist aktiv gesellschaftlich tätig. Sie hat für die damalige PDS und dann DIE LINKE viele Jahre in Ihrer Heimatstadt Zella-Mehlis im Stadtrat, aber auch als Kreistagsmitglied im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Jugendhilfeausschuss mitgearbeitet. Im Hotel Am Wald in Elgersburg, dem ehemaligen MOPR- Heim hat Elke die historischen Dokumente gesichert, und eine Dauerausstellung zu Geschichte des Hauses als Kinderheim der „Roten Hilfe“ erarbeitet. Bis heute ist sie Vorsitzende einer Basisgruppe unserer Partei, sie ist Mitglied im Bündnis für Toleranz, Demokratie und gegen Rechtsextremismus Suhl/Zella-Mehlis und überall dort zur Stelle, wo Menschen sich dem Rechtsruck entgegenstellen.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Elke!