Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

In Sachen Pflege unterwegs

Die LINKE setzt sich mit einer bundesweiten Pflegekampagne stark für die Verbesserung der Bedingungen für zu pflegende Menschen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die in der Pflege Beschäftigten ein. Gern nahm Landtagsabgeordnete Ina Leukefeld, Mitglied im Sozialausschuss des Thüringer Landtages und Vorsitzende des Sozialausschusses im Suhler Stadtrat die Einladung der Vorstandsvorsitzenden des Regionalverbandes der Volkssolidarität Frau MR Bärbel Strauch sowie des Geschäftsführers Bernd Höpfner an, um sich vor Ort erneut über die Situation zu informieren. Sie weilte zu einem Informationsgespräch in der Seniorenresidenz Suhl. Mit dabei auch die Leiterin der Einrichtung, Frau Littwitz sowie dort beschäftigte Pflegefachkräfte. „ Das Pflegestärkungsgesetz  an sich ist eine gute Sache, aber bei der Umsetzung werden zahlreiche Probleme sichtbar.“, so die Abgeordnete.

„Auch wenn in diesem Bereich etwas in Bewegung gekommen ist, fehlen Deutschlandweit immer noch ca. 40.000 Stellen in der Altenpflege. Wo in vielen wirtschaftlichen Unternehmen ein Fachkräftebedarf besteht, spreche ich hier von Fachkräftemangel. Es kommt darauf an, die wertvolle und überaus wichtige Arbeit von Pflegefachkräften in der Gesellschaft besser anzuerkennen, entsprechend  zu entlohnen und mehr Schulabgänger für diesen Beruf zu gewinnen. “, so Ina Leukefeld. Dies bestätigte ihr die anwesende Wohnbereichsleiterin, die oft bei der Pflege am Menschen direkt mit einspringen muss, derweil die eigentlich von ihr zu tätigen Leitungsaufgaben zurückgestellt werden müssen. Denn der Dienstplan für die Beschäftigten ist auch in der Seniorenresidenz eng gestrickt, personelle Ausfälle durch Krankheit oder Urlaub meist nur durch Überstunden kompensierbar. Mehr Personal sowie eine gute und tarifgerechte Bezahlung der Fachkräfte wünschen sich die Anwesenden auch hier. Ideal wäre auch eine Regelung der Arbeitszeit von 35 Stunden die Woche, das ist jedoch mit den Kassen derzeit nicht verhandelbar, erfährt die Abgeordnete im weiteren Gesprächsverlauf.

Die Arbeits- und Sozialpolitikerin  betonte, dass sie sich weiter für „eine tarifgerechte Entlohnung sowie eine verstärkte Ausbildung von Fachkräften einsetzen werde“, denn für sie gelte weiterhin das Prinzip „Menschen vor Profite“. Es könne nicht sein, dass z.B. die Kosten für einen verbesserten Betreuungsschlüssel sowie Betreuungsleistungen, aber auch die Ausbildung von Fachkräften in der Einrichtung auf die zu pflegenden Bewohner umgelegt werden müssten. Eine Konkurrenz zwischen medizinischem Personal in Krankenhäusern und dem Personal in der stationären Pflege sei nicht zielführend. Dies müsse dringend durch die Bundesregierung geändert werden, warnt Leukefeld angesichts der absehbaren demografischen Entwicklung und schon heute steigender Altersarmut abschließend.  Deshalb unterstütze sie ausdrücklich die Kampagne ihrer Partei DIE LINKE „Pflegenotstand stoppen“. 

In den nächsten Wochen wird die Landtagsabgeordnete auch weitere ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen besuchen.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen lädt sie  am 21. November zur nächsten Veranstaltung „ Live aus dem Landtag“ zum Thema Gesundheit und Pflege (18 Uhr VS, Am Himmelreich 3a) ein. Als kompetenter Gast hat Ines Feierabend, Staatssekretärin im Thüringer Sozialministerium ( TMASGFF) ihr Kommen bereits zugesagt. 

Dateien