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Equal Pay Day: Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 21 Prozent

Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr auf den 18. März. Bis dahin arbeiten Frauen umsonst, bis sie den Lohnunterschied von 21 Prozent gegenüber den Männern aus dem Vorjahr aufgeholt haben. Auch in diesem Jahr zeigt der Equal Pay Day deutlich, dass der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ein bedeutendes gesellschaftliches Problem ist.

„Die Lücke von 21 Prozent zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenlöhnen von Männern und Frauen hat mehrere Ursachen. Die Auswirkung aber bleibt immer gleich: Frauen bekommen für ihre Erwerbsarbeit weniger Lohn. Dies hat Auswirkungen auf die Höhe der Einkommen für Frauen, letztlich auch auf Rente und drohende  Altersarmut.“, beschreibt Landtagsabgeordnete Ina Leukefeld die Relevanz des Equal Pay Day.

 „Der prozentuale Lohnunterschied wird durch verschiedene Faktoren bestärkt. Zum einen durch familiäre Verpflichtungen wie Kinder oder zu pflegende Angehörige und zum anderen durch damit verbundene Erwerbsarbeitsunterbrechungen oder Teilzeitarbeit. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in Suhl, in Weimar und im Kyffhäuserkreis Frauen mehr verdienen als Männer. Der Grund liegt in einer Strukturschwäche, in der demografischen Situation und im niedrigen Verdienst der Männer,“ so die Abgeordnete, die Mitglied im Thüringer Gleichstellungsausschuss und im Suhler Gleichstellungsbeirat ist.

„Um zu einer Schließung der Lohnlücke zu kommen, muss auch ein Umdenken bei der geschlechterspezifischen Verteilung von privater Sorge, Pflege und Erziehung erfolgen,  damit es nicht immer die Frauen sind, die deswegen beruflich zurück stecken müssen. Außerdem ist nicht zu verstehen, warum für Berufe im produktiven Bereich deutlich mehr Lohn gezahlt wird als für Arbeit am Menschen, also in Erziehung, Pflege und andere Care-Arbeit. Diese Berufsfelder müssen eine Aufwertung erfahren.

„Wer Näheres dazu wissen möchte, ist recht herzlich eingeladen, am Samstag, dem

17. März in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr am Dianabrunnen vorbei zu schauen“, so die Abgeordnete abschließend. Dort wird der Gleichstellungsbeirat der Stadt Suhl mit einem Aktionsstand zu finden sein und gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen.