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Energiearmut verhindern…,

dies war Thema meiner Veranstaltung im Wahlkreis, zu der ich u.a. den Geschäftsführer der SWSZ, der Gewo, den Verbraucherschutz und die Schuldnerberatung eingeladen hatte. Mein Ziel war es, darüber zu beraten, was man gegen die wachsende Energiearmut auch in unserer Stadt unternehmen und betroffenen Menschen helfen kann.

Als energiearm gilt heute, wer mehr als zehn Prozent seines Einkommens für Strom, Gas und Heizung aufwenden muss. Die zentrale Ursache für Energiearmut ist Armut an sich. Vor allem in Haushalten mit niedrigem Einkommen können die Kosten für Strom und Gas zu einem existenzbedrohenden Faktor erwachsen. Aber auch die ständig steigenden Strompreise sind ein Schlüssel wachsender Energiearmut. Wie der Geschäftsführer der SWSZ berichtete, haben sich die Strompreise zu 1998 fast verdoppelt. Eine Folge ist, dass bei knappem Geldbeutel die Stromrech-nung nicht beglichen wird und dadurch auch in Suhl Menschen von Stromsperren betroffen sind, 2017 waren das 124 Haushalte, dazu sind viele gerichtliche Mahnverfahren anhängig. Menschen, die in eine solche Zwangslage geraten, suchen oft leider erst sehr spät Hilfe, so dass eine Stromsperre nicht mehr zu vermeiden ist, die Folge des Nichtzahlens wird oft unterschätzt. Doch was kann man tun, um im Winter nicht plötzlich ohne Strom oder Heizung da zustehen? Der Verbraucherschutz zum Beispiel bietet eine Energieberatung im Rahmen der Bundesförderung an. Hier wird auch versucht, eine bessere Vernetzung hinzubekommen, um den Nutzen für die Bürger zu erhöhen. Der Geschäftsführer der Gewo wird eine entsprechende Information in der Mieterzeitung dazu veröffentlichen. Auch die Schuldnerberatung hilft, in dem man z.B. eine Ratenzahlung vereinbart, um die aufgelaufenen Kosten begleichen zu können. „Stromfressende“ Geräte im Haushalt sollten möglichst abgeschafft werden. Stromabschläge werden jährlich berechnet, um Nachzahlungen zu vermeiden, kann der Kunde um einen höheren Abschlag bitten. Eine weitere Möglichkeit ist auf Antrag beim Energieversorger der Einbau eines Prepaid-Stromzählers. Mit ihm kann man kontrollieren, wie viel vom erworbenen Guthaben verbraucht wurde.  Eine wichtige Forderung an die Bundespolitik darüber hinaus ist, dass auch Energiekosten künftig zweckgebunden in Sozialleistungen enthalten sein müssen.