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Live aus dem Landtag mit Torsten Wolf

Seit der Verabschiedung des neuen Thüringer Schulgesetzes sind zwei Monate vergangen. Mit
Torsten Wolf hatte ich den bildungspolitischen Sprecher der Fraktion der LINKEN zu
meiner Gesprächsrunde „Live aus dem Landtag“ eingeladen, wenige Tage vor Beginn des neuen
Schuljahres im Freistaat. Das öffentliche Interesse, mit einem der wichtigsten Akteure bei der
Novellierung des Schulgesetzes ins Gespräch zu kommen, war groß.
Torsten Wolf machte in der Veranstaltung deutlich, dass es der Koalition im Rahmen ihrer Politik
der „Priorität für Bildung“ gelungen ist, nach den Jahren der Stagnation und des Abbaus auf
allen Gebieten der Schul- und Bildungspolitik durch die CDU-geführten Landesregierungen neue
Wege zu beschreiten, damit das Land sich den neuen bildungspolitischen Herausforderungen
stellen kann. Das oberste Ziel, jedem Kind den bestmöglichen Bildungsabschluss zu ermöglichen,
erfordert u.a. die weitere Entwicklung der frühkindlichen Bildung, der Grundschulen als
Ganztagsschulen, der Regelschulen und der Gymnasien, eine gute Personalpolitik, die
Überwindung des Sanierungs- und Ausstattungsstaus und nicht zuletzt mehr Mitbestimmung von
Schülern und Eltern. Wolf verwies natürlich auch darauf, dass die Koalition keine Wunder
vollbringen kann und nicht in wenigen Jahren all das, was unter der CDU jahrzehntelang
versäumt und falsch angegangen wurde, aufzuholen. Als erstes wurde der geplante
Personalabbau von weiteren 1300 Lehrerstellen bis 2020 gestoppt. Dazu wurde und wird jede
frei werdende Stelle eins zu eins neu besetzt, von 2014 bis 2019 wurden bzw. werden 3500
LehrerInnen neu eingestellt (in der Legislatur von 2009 bis 2014 waren es gerade mal 1200).
Allein in diesem Jahr werden 1200 neue LehrerInnen eingestellt, davon besetzen 900 frei
gewordene Stellen und 300 nehmen zusätzliche Stellen ein. Die Attraktivität und Wertschätzung
des Lehrerberufs wurde erhöht, z.B. durch Verbeamtungen und die Einstufung der
Realschullehrer in die Gehaltsgruppe A 13, aber alle diese Maßnahmen können noch nicht die
Folgen der in der Vergangenheit zu verantwortenden Versäumnisse beseitigen. Hinzu kommt,
dass es an ausgebildeten Lehrern fehlt. Ähnlich ist es bei den Schulneubau- und
Sanierungsmitteln, die im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode versiebenfacht wurden,
trotzdem wird der Abbau des Sanierungsstaus noch ca. 10 Jahre dauern, so Torsten Wolf.
In der Diskussion ging es u.a. um die Personalpolitik, um das Tempo von Neueinstellungen, um
Quereinsteiger, um mehr Unterstützung für Erzieherinnen, um die Digitalisierung, aber auch um
Suhler Probleme. So wurde die Situation an der Grundschule Heinrichs (Klassenstärken,
räumliche Situation) auch thematisiert. Philipp Weltzien, der für den Landtag kandidiert, und ich plädierten dafür, dass sich der Stadtrat 2020 mit den Schulsprengeln (Schulbezirke)
befasst, um Abhilfe zu schaffen. Die Teilnehmer an der Diskussion - bildungspolitisch
Interessierte, LehrerInnen, Eltern, Lokalpolitiker und MitarbeiterInnen von Ämtern – nahmen
gewiss manche Anregung für die weitere Arbeit mit nach Hause. Zum Abschluss des Abends hob
ich hervor, dass der Lehrerberuf attraktiver gemacht werden müsse und dankte den
Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement für gutes Lernen unter oft schwierigen
Bedingungen. Ich betonte, dass Politik in Verantwortung steht, aber nur durch eine enge
Zusammenarbeit von Pädagogen, Eltern und Schülern die Probleme gemeistert werden können
und wünschte allen einen guten Start ins neue Schuljahr.


Termine

  1. 09:00 - 11:00 Uhr
    Suhl, Karl-Marx-Str.

    Besuch Thinka - Lern-und Kreativwerkstatt

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  1. 13:00 - 17:00 Uhr
    Oberhof

    Oberhof - Tour

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  1. 17:30 - 19:30 Uhr
    Suhl, Rüssenstr. 19

    Stadtvorstand

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