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Besuch im Beschussamt Suhl - der ältesten Prüfstelle in Deutschland

Das Beschussamt Suhl gehört zum Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz und ist die älteste - von sechs Prüfstellen in Deutschland, die die Schusssicherheit von Waffen testen. Die Landtagsabgeordnete Ina Leukefeld hat kürzlich diese historische Einrichtung besucht und sich über deren Aufgaben und Arbeitsweise sachkundig gemacht. Nur sechs solcher Einrichtungen gibt es bundesweit. In ihnen wird unter anderem jede einzelne in Deutschland hergestellte zivile Handfeuerwaffe einer Beschussprüfung unterzogen. Ulrich Dreßler, der Leiter des Beschussamtes, hat ihr erklärt, dass schon im deutschen Beschussgesetz von 1891 die Prüfpflicht für Handfeuerwaffen und Munition festgeschrieben wurde. Danach ist jede hergestellte oder importierte Handfeuerwaffe, wenn sie noch kein Prüfzeichen trägt, einem Beschussamt vorzulegen. In dem historischen und nach 1990 sanierten Gebäude arbeiten insgesamt 7 Landesbeschäftigte. Die Arbeit ist damals wie heute darauf gerichtet, dass Jäger und Sportschützen nur Waffen in die Hände bekommen, die keine Gefahr darstellen. Deshalb wird auch die Munition zu Prüfung der Waffen selbst hergestellt, weil sie einen Überdruck von 30 Prozent erzeugen muss. Der kleinste Materialfehler könnte zur Gefahr für den Benutzer einer Handfeuerwaffe werden. Wenn die Waffen dort den Probeschuss mit einem Druck von 4000 bis 6000 Bar (zum Vergleich: ein Autoreifen hat 2,2 Bar) ausgehalten haben, erhalten sie ein Prüfzeichen auf Lebenszeit. Dann werden die international anerkannten Beschusszeichen angebracht. Das geschieht heute mit moderner Lasertechnik. Besonders interessant war die Vorführung des Prüfschusses in einem besonders druck- und geräuschgesicherten Raum. Allerdings zeigen die zersplitterte Läufe in einer Vitrine, dass nicht alle Waffen die Probe bestehen. Überprüft werden übrigens auch Böller, die als Salutgeräte vor allem auf Burgen und zur Nachstellung historischer Schlachten benutzt werden. Neben den Waffen und Böllern wird auch Munition unter die Lupe genommen und es werden verschiedene Schutzwesten geprüft. „Es war ein interessanter Besuch und ich habe wieder allerhand dazu gelernt“, sagte Ina Leukefeld und bedankte sich herzlich für die umfassenden Ausführungen. „Schade, dass ein Tag der offenen Tür nur zu besonderen Anlässen möglich ist. Dafür sollte man sich auf jeden Fall den 1. 4. 2023 vormerken. An diesem Tag nahm 1893 die „Königlich-Preußische Beschussanstalt zu Suhl“ ihren Betrieb auf. Dann wird also der 130. Jahrestag der Gründung dieser besonderen Einrichtung begangen.


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