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Ludwig Bundscherer

18 Okt Ludwig Bundscherer
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24. Mai 2017

Wahlkreiswoche vor Ort - Hinhören und Probleme anpacken

Ausgangspunkt für das Gespräch mit Frau Ehrhardt und Frau Sawitzki im Familienzentrum war mein Anliegen, der Frage einer Bürgerin im Sozialausschuss der Stadt nachzugehen, wieso die Suhler Tafel eine Einkommensbegrenzung von monatlich 800 Euro für die 1. Person eines Haushaltes und 200 Euro für jede weitere Person beträgt. Das würde bei Familien mit Kindern nicht ausreichen, um das Angebot der Tafel in Anspruch nehmen zu können. Die Antwort der beiden Fachfrauen: Ja, das stimmt, die Bemessungsgrundlage ist in Suhl derzeit so, allerdings wurde sie seit vielen Jahren nicht fortgeschrieben. Es wird also Zeit für eine Erhöhung. Die Frage ist, in welchem Umfang sie stattfinden soll. Ich verwies darauf, dass die Bescheide vom Jobcenter sowie des Sozialamtes über Sozialgeld oder Grundsicherung im Alter unbedingt als Mindestvoraussetzung für die Leistungen der Suhler Tafel gelten sollten. Die Armutsschwelle liegt in Deutschland (laut europäischer Armutsdefinition) allerdings deutlich höher bei knapp 1000 Euro.

Die Suhler Tafel versorgt aktuell über 5500 Erwachsene und 2000 Kinder regelmäßig mit Waren, die von Kaufhallen und Märkten bereitgestellt werden. Die Zahl der Tafel-Besucher hat sich von 2015 zu 2016 um 3,6% bei Erwachsenen und um 10,5% bei Kindern erhöht.

Sollte die Bemessungsgrenze steigen, dann wird sich sprunghaft auch die Anzahl der Bedürftigen erhöhen, denn es gibt viele Geringverdiener und Menschen mit niedrigen Renten. Dann braucht es auch mehr ehrenamtliche Helfer, mehr Lagerfläche und Waren, die bereitgestellt werden müssen. Gemeinsam sollten wir darüber nachdenken, wie diese Aufgabe zu bewältigen ist. Den ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern und Verantwortlichen dankte ich herzlich für die geleistete Arbeit (siehe Foto). Daran sollten wir nicht nur in der Vorweihnachtszeit denken. Sie ruft dazu auf, wer Lust und Zeit hat, sich in der INSEL oder in anderen sozialen Vereinen zu engagieren. Jede Hand wird gebraucht und unterstützt das hauptamtliche Personal.

„Ich habe wieder viel für meine Abgeordnetenarbeit gelernt und nehme eine Menge Fragen und Aufgaben nach Erfurt mit. Außerdem gibt es viele Anregungen für mich als Sozialpolitikerin, die ich auch in den Thüringer und die Suhler Sozialausschuss einbringen will“.