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28. April 2017

Mädchenzukunftstag in der Jugendunternehmerwerkstatt der Böhm Fertigungstechnik GmbH

„Deshalb sei es umso wichtiger, den Mädchen und jungen Frauen ihre Chancen in technischen und vor allem auch in neuen Berufen aufzuzeigen“, meint Leukefeld. Dieser Meinung ist auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Suhl, Julia Schmatloch, die uns begleitet hat. Sie bestärkte die Mädels darin, genau zu überlegen, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen, auch hinsichtlich von Vergütung und Arbeitszeiten und ermutigte sie, auch Neues auszuprobieren.

Nach einer sehr interessanten Betriebsbesichtigung mit der Vorstellung verschiedener technischer Berufe ging es an das Praktische. Unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Vorbach, er ist Ausbilder für vorwiegend Metallberufe bei der Simson Privaten Akademie, stellten die Mädchen einen Spielewürfel her, was Skizzen lesen, genaues Abmessen, Bohren und Feilen verlangte. Und sie machten ihre Sache prima und hatten sichtlich Spaß dabei. Den
Würfel konnten sie mit nach Hause nehmen. Weder die Mädchen selbst noch ihre Betreuer hatten zum Abschluss den Eindruck, dass dieser Tag nutzlos war. Der Erfahrungshorizont der Teilnehmerinnen hat sich mit diesem Erlebnis ein Stück erweitert.

„Ich gehöre zu denjenigen, die am Nutzen eines Girls Day‘s im Sinne einer frühzeitigen und praxisnahen Berufsorientierung nie gezweifelt haben. Allerdings reicht ein symbolischer Tag nicht aus. Ich treffe auch bei Handwerkern, Unternehmen und Bildungsträgern wie SPA auf aufgeschlossene Partner, die einen solchen Tag zur Berufsorientierung junger Mädchen auf gewerblichtechnische Berufe unterstützen“, so Leukefeld. Sie legt besonders den Schulen ans
Herz, die Jugendunternehmerwerkstatt oder auch das Jugendtechnikzentrum bei Aumatec intensiv zu nutzen, denn „es sind zwei von 10 solcher Einrichtungen in Südthüringen, die vom Land gefördert werden, wo sich junge Menschen als Fachkräfte von morgen ausprobieren und vorbereiten können“, so die Politikerin abschließend.