10. August 2016

Gebietsreform: Zentrum stärken und nicht schwächen!

Im Leitbild und dem vom Thüringer Landtag beschlossenen Vorschaltgesetz wurde festgeschrieben, dass die Zentren gestärkt und nicht geschwächt werden sollen. Das ist aus Raumordnungs- und planerischer Sicht unbedingt richtig, insofern sollte es für die Oberhofer m. E. nur einen Weg geben: Das ist die Angliederung nach Zella-Mehlis. Suhl und Zella-Mehlis sind Mittelzentrum mit Teilfunktion Oberzentrum. Die beiden Städte sind das Zentrum der Region Südthüringen und dazu gehört eben auch de facto Oberhof als unser Tourismus- und Wintersportzentrum im Thüringer Wald.  Dieses Dreigestirn darf man nicht trennen! Das habe nicht nur ich als Landtagsabgeordnete, das haben auch viele meiner Kollegen, darunter auch der Vizepräsident des Thüringer Landtages, Uwe Höhn (SPD), deutlich gemacht. Der Suhler Stadtrat hat sich mehrheitlich für den Vorschlag eines großen Kreises Südthüringen, von manchem scherzhaft als (R)Höhn -Rennsteig -Kreis ausgesprochen. Wir kennen den Vorschlag des Innenministeriums noch nicht, aber ich gehe stark davon aus, dass dieser unserer  Auffassung folgt, Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof nicht auseinander zu reißen. Insofern könnte selbst eine Angliederung von Oberhof nach Suhl möglich sein, wenn Suhl als große kreisangehörige Stadt in den Landkreis SM oder den großen Südthüringer Kreis eingeht. Der Vorschlag des Ministerpräsidenten und auch der IHK Südthüringen nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen und Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof auch verwaltungsmäßig zu einen, teile ich so nicht. Zweifelsohne wäre das ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber es gibt zu große aufgerissene Gräben aus der Vergangenheit und Gegenwart. Es ist bisher nicht gelungen, diese Gräben zuzuschütten. Deshalb wird uns ein, wenn auch - mutiger - Sprung über diese Gräben eher zerreißen. Deshalb bin ich für einen gemeinsamen Weg der drei Städte, für gute Kooperation und Zusammenarbeit. Oberhof sollte den ersten Schritt machen und zu Zella-Mehlis oder Suhl gehen. Übrigens: Benshausen auch. So wird das Zentrum gestärkt. Ob und wann dann ein nächster Schritt folgt, bleibt ungewiss und eine Zukunftsfrage.