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Cordt Schnibben

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29. September 2017

Thüringer Arbeitsmarkt stabil und mit Potenzial

„Es ist sehr erfreulich, dass sich der Thüringer Arbeitsmarkt stabil und aufnahmebereit zeigt. Auch im Vergleich zu anderen Bundesländern wird deutlich, dass die Wirtschaft, insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen, dafür eine solide Basis sind. Die Unternehmen verfügen über gute Fachkräfte und brauchen auch künftig gut qualifiziertes und motiviertes Personal. Insofern zeigen Bildung und Qualifizierung, die in Thüringen einen hohen Stellenwert haben, gute Wirkung“, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leuekfeld, mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im September um 2.171 auf 64.074 verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 7.154 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller Erwerbspersonen betrug im September 5,7 Prozent. Im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosengeld I) lag die Arbeitslosigkeit bei 21.342, das sind 1.299 weniger als im Vormonat. Die Anzahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) betrug 42.732. Diese Zahl  ist weiterhin deutlich abnehmend, aber noch immer doppelt so hoch wie im Rechtskreis des SGB III.

„Die positive Entwicklung ist der guten wirtschaftlichen Lage und der politischen Strategie, die auf eine aktive Arbeitsmarktpolitik und damit auf Bildung, Qualifizierung und zielgerichtete Förderung setzt, zu verdanken“, unterstreicht Frau Leukefeld. In der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Abgeordneten mit dem Titel „Unterstützung der Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und geringqualifizierten Beschäftigten in Thüringen“ (DS 6/4487) informiert die Landesregierung darüber, dass neben den vielfältigen Möglichkeiten einer Bildungsförderung durch die Arbeitsagentur das Land Thüringen in den letzten drei Jahren 34 Mio. Euro (Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und Landesmittel) für die Umsetzung der Weiterbildungsrichtlinie sowie der Integrationsrichtlinie eingesetzt hat. „Damit wurde zielgerichtet dafür gesorgt, dass Menschen durch praxisnahe Bildung und Qualifizierung zukünftig das Fachkräftepotenzial in Thüringen stärken“, so Ina Leukefeld. Nach wie vor müsse gründlich analysiert werden, wie und wo die Mittel effizient eingesetzt werden können, um besonders die Berufe zu stärken, in denen es erheblichen Bedarf in Gegenwart und Zukunft gibt, wie z.B. Im Pflegebereich. „Es bewahrheitet sich erneut: Gute Bildung ist die beste Voraussetzung für gute Arbeit“, so Leukefeld abschließend.