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31. März 2017

Arbeitsmarktdaten: Getrübte Freude

„Die aktuellen Arbeitsmarktdaten veranlassen mit Blick auf Thüringen zur Freude. Viele Menschen haben Arbeit, es gibt unzählige neue Arbeitsplätze und die Wirtschaft ruft nach Fachkräften. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei weitem nicht alle etwas von der positiven Entwicklung haben. Fragen Sie die Leiharbeiter, die geringfügig Beschäftigten, diejenigen mit Mindestlohn oder die vielen Frauen in unfreiwilliger Teilzeit“, so Ina Leukefeld, Arbeitsmarktpolitikerin der Fraktion DIE LINKE.

Gerade die Zahl der Leiharbeiter ist in Thüringen stark gestiegen: Im Juni des vergangenen Jahres gab es landesweit 34.796 Leiharbeiter, 2015 waren es noch 34.007. „Die Schere zwischen hochqualifizierten und gut bezahlten Kernbelegschaften und den prekär Beschäftigten, die man nur braucht, wenn das Geschäft gut floriert, nimmt immer mehr zu“, konstatiert Frau Leukefeld.

Angesichts der bevorstehenden digitalen Revolution werden unzählige Arbeitsplätze wegfallen. „Darauf müssen wir uns einstellen und  das sollte zu einer konsequenten Verkürzung von Arbeitszeit führen“, so die Abgeordnete.

Mit Blick auf die heute stattfindende Arbeitszeitkonferenz der Evangelischen Akademie Thüringen mit dem Titel „Fitness 4.0 und die Zukunft der Arbeitswelt“ betont Ina Leukefeld: „30 Wochenstunden und eine deutlich kürzere Lebensarbeitszeit sollten reichen, wenn die Existenz gut gesichert ist. Ich bin bei denjenigen, die für eine ‚Kurze Vollzeit für Alle‘ auf Basis einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich eintreten. Das hilft  den Betroffenen und der Gesellschaft.“ Schätzungsweise würden jährlich rund 50 Milliarden Euro an Kosten für die Arbeitslosigkeit eingespart werden. „Am Ende hätten alle mehr Zeit und wären der Fremdbestimmung durch das neoliberale Wirtschaftssystem weniger ausgesetzt.“

Bleibt die Frage, was aus den Menschen wird, die diesen neuen Anforderungen hinsichtlich Wissen, Flexibilität und Fähigkeiten nicht gerecht werden können und die  deshalb keine oder nur sehr geringe Chancen auf einen festen Arbeitsplatz in der Wirtschaft haben. Die Wissenschaft zählt sie schon heute zu den „Überflüssigen“. „Kein Mensch ist ÜBERFLÜSSIG. Deshalb habe ich mit Freude zur Kenntnis genommen, was Frank Jürgen Weise sagte, der sich als Chef der Arbeitsagentur in den Ruhestand verabschiedete. Auch er sprach sich für einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt aus und er sagte: „Wir sollten Langzeitarbeitslose ohne Qualifikation, die auf dem normalen Jobmarkt keine Chance haben, nicht weiter in akademische Schulungsprogramme schicken, sondern einen staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für sie schaffen. Wir bezahlen ihnen Arbeit, statt ihnen Hartz IV und die Wohnkosten zu zahlen.“

Leukefeld kritisiert, dass für dieses sinnvolle Vorhaben die nötige Unterstützung durch den Bund fehlt. „Die Einstellung in Arbeit im Gemeinwohlbereich ist bezahlbar, wenn die Hartz-IV-Gelder nicht als Almosen zur Finanzierung von Arbeitslosigkeit eingesetzt werden, sondern als Lohn für freiwillige Arbeit. Dafür werden wir weiter streiten.“