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2. Juni 2017

Arbeitslosigkeit unter sechs Prozent – eine Analyse

„Die Freude darüber, dass die Arbeitslosigkeit in Thüringen im Mai 2017 erstmals die 6-Prozent-Marke unterschritten hat, ist gerechtfertigt und ich teile sie. Mit 5,9 Prozent liegt die Arbeitslosenquote 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Es lohnt sich eine nähere Betrachtung und Analyse“, sagt Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Seit dem Jahr 2010 konnte die Arbeitslosigkeit in Thüringen fast halbiert werden. Sie beträgt thüringenweit mit 67.163 Arbeitslosen noch 56,4 Prozent  der 119.031 Arbeitslosen im Jahr 2007.  Vergleicht man den Abbau nach Planungsregionen, so wird deutlich, dass der Rückgang in Südthüringen (um 50,5 Prozent) am größten ist, gefolgt von Mittelthüringen (um 43,5 Prozent), Nordthüringen (um 41,9 Prozent) und Ostthüringen (um 40,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (5/2016) hat die Arbeitslosigkeit in ganz Thüringen um 12,3 Prozent abgenommen. Spitze dabei ist die Stadt Suhl mit minus 23 Prozent und Schlusslicht die Stadt Gera mit minus 2,1 Prozent.

Dennoch bleibt festzustellen, dass der Anteil der Hartz-IV-Empfänger mit 44.460  doppelt so hoch ist wie der der Arbeitslosen im Rechtskreis des SGB III mit 22.703. Damit wird deutlich, dass die Vermittlungschancen deutlich größer sind, je kürzer die Zeit der Arbeitslosigkeit währt. Umgekehrt wird das immer schwieriger, je länger Menschen keinen Zugang zu regulärer Erwerbstätigkeit haben.

Es ist bekannt, dass Arbeitslosigkeit für Betroffene und ihre Familien meist mehr als ein Knick in der Erwerbsbiografie ist. Wer arbeitslos wird, erlebt dies meist als schwere Belastung, die weit über finanzielle Einschränkungen hinausgeht. Depressionen, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit bis hin zur Resignation sowie Selbstvorwürfen, verringertem Selbstwertgefühl, geringeren  Aktivitäten mit Vereinsamung infolge sind psychischen Belastungen und befördern Krankheitsrisiken.

Darin liegen wesentliche Ursachen für eine verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, die auch in Thüringen zu verzeichnen ist. Die Tatsache, dass auch bei Langzeitarbeitslosigkeit erneut ein Rückgang zu verzeichnen ist,  kann ich begrüßen, sie bringt aber keine grundsätzliche Entwarnung. Die Analyse der „Abgangszahlen“ im Arbeitsmarktbericht bundesweit macht deutlich: 13 Prozent der Langzeitarbeitslosen werden in Arbeit vermittelt, 4 Prozent sind in Maßnahmen, 22 Prozent sind in Ausbildung und Qualifizierung. Der weitaus größte Teil, nämlich 61 Prozent, verabschiedet sich vom Arbeitsmarkt. Diese Langzeitarbeitslosen gehen in Rente oder melden sich als Leistungsbezieher ab.

Wie die jährliche Analyse der Langzeitarbeitslosigkeit der Bundesagentur für Arbeit zeigt, erklärt sich der Abbau zum einen durch die stärker präventive und aktive Ausrichtung der Arbeitsmarktpolitik, die insbesondere auf ältere Langzeitarbeitslos gerichtet ist. Es gibt bessere öffentliche Förderung mit Bundes- und Landesprogrammen, die Wirkung zeigen. So partizipieren in Thüringen in Summe ca. 4.000 Menschen von Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, etwa 10.000 Betroffene sind in beruflicher Bildung und Weiterbildung. Sie gehören zu den 38.596 Menschen, die unter die Rubrik „Unterbeschäftigung“ gezählt werden und deshalb nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

„Strategisch muss es Überlegungen geben, wie Arbeit und ein Mehr an sozialer Teilhabe geschaffen werden können. Deshalb bleibt die Forderung an die Bundesregierung bestehen, endlich die vorhandenen Mittel zur Finanzierung von Arbeitslosigkeit so zu bündeln, dass ein fairer Lohn für geleistete Arbeit gezahlt wird und ein inklusiver Arbeitsmarkt nachhaltig gestaltet werden kann." so Ina Leukefeld.