6. Dezember 2016

Mitbestimmung zukunftsfest gestalten

Mit Blick auf die sich rasant verändernde Arbeitswelt und den Übergang zur Industrie 4.0 muss die gesetzlich geregelte Mitbestimmung den neuen Herausforderungen angepasst werden. Ina Leukefeld, Sprecherin für Arbeitspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, begrüßt daher den Antrag der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen „Mitbestimmung zukunftsfest gestalten“ und eine Mitzeichnung des Antrags durch das Land Thüringen. „Ich unterstütze das Anliegen sehr, da starke Selbstvertretungen die Voraussetzungen für die Wahrnahme der Mitbestimmungsrechte sind. In diesem Sinne freue ich mich auch auf die kommende Betriebs- und Personalrätekonferenz am 16. Dezember in Erfurt.“
„Wir wollen keine Arbeitnehmer erster und zweiter Klasse. Das vorherrschende Produktionsmodell setzt aber auf Kernbelegschaften, die überlastet sind und unter Dauerstress stehen. Andererseits rackern prekäre Leiharbeiter sowie Beschäftigte mit Werkverträgen und Befristungen. Auch sie sind andauerndem Stress und Existenzsorgen ausgesetzt. Diese Arbeitsformen dienen der Lohndrückerei und dazu, die Ausbeutung der Menschen zu verstärken. Das wollen wir nicht! DIE LINKE wird immer an der Seite der Beschäftigten, ihrer Vertretungen und den Gewerkschaften stehen“, unterstreicht Frau Leukefeld.
Eine Weiterentwicklung der Mitbestimmung würde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Wirtschaftsstandort Deutschland fördern. „Das Bekenntnis zur Demokratie in der Wirtschaft schließt die Notwendigkeit ein, geltende Schutzrechte, insbesondere das Betriebsverfassungsgesetz und die Mitbestimmungsgesetze, in der Unternehmenspraxis zu verbessern“, fügt die LINKE-Abgeordnete mit Blick auf die diesjährigen Gesetzesjubiläen 40 Jahre Mitbestimmungsgesetz und 65 Jahre Montan-Mitbestimmungsgesetz hinzu.

Quelle: http://www.inaleukefeld.de/nc/landtag/pressemitteilungen/detail/artikel/mitbestimmung-zukunftsfest-gestalten/